++ Update- 02.06.2020- weitere Lockerungen im Sport -Öffnung von Sporthallen und Vereinsheim ab 08.06.2020:++

Sport im TSV Spandau 1860 e.V. unter Beachtung der Berliner neunten Änderungsverordnung zur Eindämmung des SARS-CoV-2 vom 28.05.2020 – Stand 02.06.2020 Hanf

Liebe Mitglieder,

mit dem 02.Juni ist eine weitere, jetzt die neunte, Verordnung zur Änderung der SARS-Cov-2-Eindämmungsmaßnahmenverordnung in Kraft getreten.

Die wesentliche Lockerung betrifft hier die Freigabe – unter Einschränkungen – von gedeckten Sportanlagen.

Das bedeutet, dass nunmehr auch das Vereinsheim eingeschränkt für Sport genutzt werden kann.

Leider konnten Nachfragen zu der Verordnung, feiertagsbedingt, nicht durch die zuständigen Stellen beantwortet werden, sodass wir mit dem Sportangebot im Vereinsheim auch erst mit einem Tag verzögert beginnen können. Das kann natürlich jeder nachvollziehen, denn 25.000 € Bußgeld für eine falsche Interpretation der Verordnung sind nicht angenehm.

Die Umsetzungsaufgabe betrifft auch den Sport in den Hallen. Auch hier hat man die gleichen Fragestellungen als Sportamt zu bearbeiten und im weitaus größeren Rahmen umzusetzen und deshalb wird frühestens mit bzw. nach dem 08.06. eine Hallenöffnung unter festen Regeln stattfinden können.

Hier kann der TSV etwas schneller reagieren:

Grundsätzlich ist die Anwesenheitsdokumentation weiterhin verpflichtend in Kraft.

Bei Auftreten von Krankheitssymptomen ist eine Teilnahme am Sportangebot ausgeschlossen.

Eigene Sportgeräte, Handtücher, Matten und Getränke können mitgebracht werden, sind getrennt von Gegenständen der anderen Sportler abzulegen und dienen nur dem persönlichen Gebrauch des Mitbringenden. Sollten in dem Fachbereich Regeln vorgesehen sein, die eine Unterschrift des Sportlers erfordern, hat dieser einen Stift mitzubringen, das Tragen von Mund-Nasenschutz, wo er sinnvoll ist, wird vom TSV empfohlen.

Unsere Sportflächen und Räume werden nur nach Aufforderung durch den verantwortlichen Übungsleiter betreten, der auch die Gruppe wieder hinbegleitet.

Sport im großen Saal und im Spandauer Zimmer ist unter Einhaltung der Abstandsregeln für bis zu 12 Teilnehmer (mit Trainer) möglich. Hier werden gerade Flächen ausgemessen und Zugänge geregelt.

Wie auch schon zuvor im Freien ist die Aussetzung von Abstandsregeln unter Familienmitglieder (§1 Satz3 der Verordnung) möglich. Das bedeutet z.B. dass Tennis- Doppel durch Ehepaare ohne Probleme genauso möglich sind, wie Sport unter Familienmitgliedern beim Tanzsport oder bei anderen Kontaktsportarten, jetzt aber eben auch in überdachten Sportanlagen. Hier ist der Trainer in der Verantwortung die Aussetzung der Abstandsregel zu prüfen und vor allem eine „Durchmischung“ mit Dritten zu unterbinden. Dies haben in den letzten Tagen mehrere Trainer professionell durchgeführt.

Auf das Vereinsheim bezogen bedeutet das unter anderem:

Zugang nur über den üblichen Eingang, wobei wie beim Supermarkt Abstandsflächen im Wartebereich geschaffen werden sollten, um dort eine Gruppenbildung zu vermeiden. Dies wird durch Aushang kenntlich gemacht und vom zuständigen Trainer verantwortlich geregelt, der auch die Teilnehmerlisten führt und die Hygieneregeln zur Kenntnis bringt.

In und auf unseren Sportflächen können bis zu 12 Personen (11TN + 1ÜL) trainieren. Dies könnte noch situationsbedingt verändert werden. Der Ausgang für den großen Saal hat stets über die Terrasse zu erfolgen, eventuelle Nutzer auf der Terrasse treten dann kurz beiseite. Der Ausgang für das Spandauer Zimmer erfolgt über den üblichen Eingang, wobei der Trainer zuvor das Verlassen der Gruppe ankündigt und dafür Sorge trägt, dass zu etwaig Wartenden ein Abstand eingehalten wird.

In beiden Räumen ist STÄNDIG die Tür und zumindest zwei der Fenster offen zu halten. Ohne ständige Durchlüftung kein Training!

Die Behinderten-Toilette ist als unisex-Toilette zur Nutzung freigegeben und kann nur einzeln betreten werden – vor dem WC-Bereich die Abstandsregeln achten!

Die Desinfektion der berührten Flächen hat durch den Toilettennutzer eigenverantwortlich zu erfolgen.

Den Anweisungen der verantwortlichen Trainer und Aufsichtspersonen ist Folge zu leisten. Dies gilt vor allem für ausgesprochene Platzverweise.

Weiteres regelt in der Verordnung der:

§ 7 Badeanstalten, Sportstätten und Sportbetrieb

(1) Der Betrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimmbädern und Frei- und Strandbädern ist untersagt, soweit in Absatz 2 bis 10 nichts Anderes geregelt ist. Über die nach § 2 einzuhaltenden Hygieneregelungen hinaus gelten für Absatz 2 bis 10 die dort genannten bereichsspezifischen Hygieneanforderungen.

(2) Von der Untersagung nach Absatz 1 ausgenommen ist der Übungs- und Lehrbetrieb der Sportorganisationen auf Sportanlagen im Freien sowie ab dem 2. Juni 2020 auch der Übungs- und Lehrbetrieb der Sportorganisationen in gedeckten Sportanlagen, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:

  • die Sportausübung erfolgt kontaktfrei und unter Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen den Sportlerinnen und Sportlern sowie zu anderen Personen; der Mindestabstand gilt nicht für den in § 1 Satz 3 genannten Personenkreis,

(Hier der Text §1 Satz 3: § 1 Grundsätzliche Pflichten

((Satz 1) = Jede Person hat die physisch sozialen Kontakte zu anderen Menschen auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.

Bei Kontakten im Sinne von Satz 1 ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern ein-zuhalten, soweit die Umstände dies zulassen; dies ist dann nicht der Fall, wenn eine körperliche Nähe unter 1,5 Metern nicht zu vermeiden ist, insbesondere bei der Erbringung medizinischer Tätigkeiten im Rahmen der Gesundheitsversorgung und Pflege einschließlich der Versorgung mit Heil-, Hilfs- und Pflegehilfsmitteln sowie der Erbringung körpernaher Dienstleistungen oder wegen der baulich bedingten Enge notwendigerweise von mehreren Personen zeitgleich zu nutzender Räumlichkeiten, zum Beispiel in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Kraftfahrzeugen. (Satz 3) = Satz 1 und 2 gelten nicht für Ehe- oder Lebenspartnerinnen und -partner, Angehörige des eigenen Haushalts und für Personen, für die ein Sorge- und Umgangsrecht besteht. ))

  • die Trainingseinheiten erfolgen ausschließlich individuell, zu zweit oder in Kleingruppen von höchstens 8 Personen (einschließlich der Trainerin oder des Trainers oder sonstiger betreuender Personen) und höchstens 12 Personen ab dem 2. Juni 2020,
  • ein Training von Spielsituationen insbesondere bei Kontakt- und Mannschaftssportarten, in denen ein direkter Kontakt erforderlich oder möglich ist, erfolgt nicht,
  • ein Wettkampfbetrieb findet ausschließlich unter den Voraussetzungen des Absatzes 7 statt,
  • die nach § 2 Absatz 1 maßgeblichen Hygiene- und Desinfektionsregelungen, insbesondere bei der gemeinsamen Nutzung von Sportgeräten, werden eingehalten,
  • Umkleiden und WC- Anlagen sind zu öffnen, diese sind regelmäßig zu lüften. Duschen dürfen nicht genutzt werden, sonstige Räumlichkeiten bleiben geschlossen,
  • Körperpflege findet in der Sportanlage nicht statt,
  • zur Vermeidung von Ansammlungen, insbesondere von Warteschlangen, erfolgt eine Steuerung des Zutritts zur Sportstätte durch die nutzenden Sportorganisationen,
  • Risikogruppen werden keiner besonderen Gefährdung ausgesetzt,
  • Zuschauerinnen und Zuschauer sind nicht zugelassen und
  • soweit der Übungs- und Lehrbetrieb in gedeckten Sportanlagen stattfindet, sind diese regelmäßig – mindestens bei jedem Wechsel der nutzenden Trainingsgruppe oder Trainingsgruppen – und ausreichend zu lüften. Soweit keine Lüftungsmöglichkeit besteht, ist der Sportbetrieb weiterhin untersagt.

Für die Verteilung der Nutzungszeiten auf die Sportorganisationen gelten grundsätzlich die bisherigen Vergabeentscheidungen. Die zuständigen Vergabestellen können abweichende Entscheidungen treffen, insbesondere, wenn dies zur Umsetzung der in Satz 1 genannten Beschränkungen erforderlich ist. Die Einhaltung der in Satz 1 genannten Vorgaben während der Nutzung liegt in der Verantwortung der nutzenden Sportorganisationen. In Abhängigkeit von der Größe des jeweiligen Sport- oder Spielfeldes oder der Sporthalle können die Sportorganisationen eine gleichzeitige Nutzung durch mehrere Kleingruppen nach Maßgabe von Satz 1 Nummer 2 zulassen, wenn dabei die Einhaltung der übrigen in Satz 1 genannten Voraussetzungen, insbesondere der Abstandsregelungen, in der Praxis gewährleistet wird.

(Sport ohne Trainer: )

(3) Von der Untersagung nach Absatz 1 ausgenommen ist das kontaktlose Sporttreiben auf Sportanlagen im Freien, soweit es alleine, im Kreise der Ehe- sowie Lebenspartnerinnen oder -partner, der Angehörigen des eigenen Haushalts und derjenigen Personen, für die ein Sorge- und Umgangsrecht besteht, sowie für bis zu fünf Personen aus mehreren Haushalten oder Angehörigen von zwei Haushalten, ohne jede sonstige Gruppenbildung ausgeübt wird. Das Betreten der Gebäude zu dem ausschließlichen Zweck, das für die jeweilige Sportart zwingend erforderliche Sportgerät zu entnehmen bzw. zurückzustellen, ist zulässig. Umkleiden und WC- Anlagen sind zu öffnen, diese sind regelmäßig zu lüften. Duschen dürfen nicht genutzt werden, sonstige Räumlichkeiten bleiben geschlossen. Wiesen und Freiflächen der Sportanlage dürfen ausschließlich für die sportliche Betätigung genutzt werden.

(4) Eine Nutzung nach Absatz 3 ist nur zulässig, soweit die betreffende ungedeckte Sportanlage nicht bereits nach Absatz 2 vergeben wurde.

(5) Sollten aufgrund der besonderen Beschaffenheit der Sportanlage die Beschränkungen des Absatzes 2 oder des Absatzes 3 nicht eingehalten werden können oder durch die Nutzenden tatsächlich nicht eingehalten werden, kann die Sportanlage durch die zuständige Stelle ganz oder zeitweise gesperrt werden.

(6) Strand- und Freibäder können geöffnet werden. Die jeweiligen Betreiber haben vor der Öffnung mit einem Nutzungs- und Hygienekonzept die Genehmigung der für Sport zuständigen Senatsverwaltung einzuholen, welche bei ihrer Entscheidung das örtlich zuständige Gesundheitsamt zu beteiligen hat. Soweit Bäder an Dritte verpachtet oder zur vorrangigen Nutzung überlassen wurden, sind diese Dritten Betreiber im Sinne der vorstehenden Regelung.

(7) Der Wettkampfbetrieb in kontaktfreien Sportarten im Freien ist zulässig, soweit er im Rahmen eines Nutzungs- und Hygienekonzeptes des jeweiligen Sportfachverbandes stattfindet, welches vorab von der für Sport zuständigen Senatsverwaltung genehmigt wurde.

(8) Von der Untersagung nach Absatz 1 ausgenommen sind Sportveranstaltungen im Profisport, wenn der Austragungsort räumlich begrenzt ist, eine Kontrolle des Zugangs zum Austragungsort gewährleistet ist und keine Zuschauerinnen und Zuschauer zugelassen werden. Veranstaltungen nach Satz 1 bedürfen einer schriftlichen Genehmigung der für Sport zuständigen Senatsverwaltung, welche bei ihrer Entscheidung das örtlich zuständige Gesundheitsamt zu beteiligen hat. Die Entscheidung über die Vergabe der Sportanlage zur Nutzung für Veranstaltungen im Sinne der Sätze 1 und 2 obliegt den zuständigen Vergabestellen. Die Regelungen der Großveranstaltungsverbotsverordnung vom 21. April 2020 in der Fassung vom 28. Mai 2020 bleiben unberührt. Die Sätze 1 bis 4 gelten für Sportveranstaltungen im Profisport, welche nicht auf Sportanlagen im Sinne des Absatzes 1 stattfinden, entsprechend.

(9) Weitere Ausnahmen von der Untersagung nach Absatz 1 können unter Einhaltung der Vorgaben in besonders begründeten Einzelfällen ausschließlich durch schriftliche Genehmigung der für Sport zuständigen Senatsverwaltung zugelassen werden. Dies gilt insbesondere für

  • den Trainingsbetrieb von Kaderathletinnen und -athleten an Bundesstützpunkten bzw. Paralympischen Stützpunkten in Vorbereitung auf nationale und internationale Wettkämpfe, wenn die beantragten Trainingseinheiten für die Vorbereitung zwingend erforderlich sind,
  • den Sportbetrieb mit Tieren, soweit dieser im Hinblick auf das Tierwohl zwingend erforderlich ist,
  • den Trainingsbetrieb von Bundesligateams und Profisportlern und -sportlerinnen.

Soweit für die Vergabe der öffentlichen Sportanlage vor Inkrafttreten dieser Verordnung eine andere Vergabestelle des Landes Berlin zuständig war, wird die für Sport zuständige Senatsverwaltung diese bei der Entscheidung über eine Ausnahme beteiligen.

(10) Regelungen über den Sport als Unterrichtsfach der öffentlichen Schulen und Schulen in freier Trägerschaft, an Einrichtungen der Berufsbildung sowie als studienbezogener Lehrbetrieb der Hochschulen gehen dieser Regelung vor.

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Fragen sind an die Geschäftsstelle oder direkt bei mir – wie auch in den letzten Wochen – täglich möglich.

Es ist kontraproduktiv, sich mit Fragen den Sport im TSV betreffend, an andere offizielle Stellen zu wenden, denn dort sind weder die baulichen und anderen Gegebenheiten bekannt und führt dort eher zu Irritationen und Ablehnungen bzw. zu Fehlinterpretationen bei Sportlern durch die Beantwortung der Fragen mit Allgemeinfloskeln.

Wir machen Sport möglich, aber verantwortungsvoll!

Und ein persönliches Wort sei gestattet:

Ich möchte mich bei all den geduldigen und treuen Sportlern bedanken, die sich auf uns verlassen und gemeinsam mit dem Vorstand nach Lösungen gesucht haben. Es nützt nichts zu klagen und zu greinen, wir ziehen an einem Strang und da zählt die Gemeinschaft und gemeinsames verantwortungsvolles Handeln….

In diesem Sinne: gesund bleiben, nicht unvorsichtig werden und Routinen, die uns alle schützen auch im Alltag zur Normalität werden lassen, dann sind wir auf einem guten Weg.

Es grüßt der Thorsten Hanf